7 tolle Fakten zum schwedischen Mittsommer

In Schweden wird alljährlich mit großer Freude das Fest zum Mittsommer, in schwedischer Schreibweise „Midsommar“, begangen, das nach Weihnachten den höchsten Stellenwert im schwedischen Kulturkreis innehat. Der Mittsommer repräsentiert den längsten Tag des Jahres und die Festlichkeiten hierzu gelten als besonders ausschweifend, da es an diesem Tag tatsächlich nie richtig dunkel wird. Das genaue Datum dieses höchst beliebten Feiertages ist variabel und fällt immer auf den Samstag, der zwischen dem 20. und 26. Juni liegt. Da es auch in unseren Gefilden immer mehr Fans dieses typisch schwedischen Feiertages gibt, präsentieren wir Euch an dieser Stelle 7 interessante, spannende und/oder kuriose Fakten zum Mittsommer, viel Spaß damit.

 

1.:        Essen, Essen…

 

Zum Mittsommer wird traditionell sehr wohlwollend aufgetischt, wie könnte es anders sein?! Als traditionelle Gerichte zum längsten Tag des Jahres gelten Köttbullar, Lachs, Knäckebrot und verschiedene Süßigkeiten.

 

2.:        …und noch mehr Essen!

 

Außerdem isst man zum Mittsommer-Fest die ersten Jungkartoffeln des Jahres, die zusammen mit Käse, Hering, Sauerrahm, Schnittlauch und Knäckebrot serviert werden. Der Nachtisch zu diesem traditionellen Gericht besteht aus Erdbeeren mit Sahne.

 

3.:        Und zur Abwechslung mal Schnaps

 

Damit das viele Essen auch ansprechend runtergespült werden kann, besteht die flüssige Verkostung am Mittsommer-Fest für die Erwachsenen zu einem wesentlichen Teil aus Schnaps und Bier. Die Schnapsgläser nennt man in diesem Fall übrigens besonders stilecht „nubbe“.

 

4.:        Die Magie der Natur

 

Vor allem früher glaubte man, dass die Mittsommernacht, also die Nacht von Freitag auf Samstag, besonders magisch sei. Noch heute begeben sich Kinder und Erwachsene in dieser Nacht oft auf die Suche nach Elfen und Trollen, die in den Wäldern zu sehen sein sollen. Der Morgentau am Mittsommer-Morgen besitzt angeblich magische Kräfte, so wird dieser traditionell in Flaschen gesammelt um damit Brote und Brötchen zu backen, die besonders groß und lecker werden sollen.

 

5.:        Sieben Blumen sollst du pflücken

 

Der Legende nach sollen Mädchen auf dem Heimweg von der Mittsommer-Feier sieben verschiedene wilde Blumenarten sammeln und unter ihr Kopfkissen legen. Angeblich erscheint dann der zukünftige Ehemann im anschließenden Traum und wenn die Träumende ihre Vision diskret behandele, werde sich der Traum sogar erfüllen. So zumindest die beliebte Legende…

 

6.:        Die berühmte Majstång

 

Am Abend des Mittsommers wird traditionell ein liebevoll geschmückter Baumstamm aufgestellt, der als Mittsommerstange oder Maistange bezeichnet wird. Mit dem Monat Mai hat dieser Name nichts zu tun, er leitet sich vom altertümlichen Verb „maja“, also „mit Blumen schmücken“ ab. Sobald der Baumstamm steht, wird im Kreis um ihn herum getanzt, als eines der populärsten Lieder gilt hierfür das der „kleinen Frösche“, die von allen Tanzenden mit großer Freude imitiert werden.

Mittsommer

7.:        Zu guter Letzt ein Trinklied

 

Was beim schwedischen Mittsommer auf gar keinen Fall fehlen darf, ist der zum Schnaps passende Gesang, als unantastbarer Evergreen zur längsten Nacht des Jahres ist „Helan går“ geschätzt und geliebt. Hier einmal der Text für Euch zum Mitsingen:

Helan går

Sjung hopp faderallan lallan hej

Helan går

Sjung hopp faderallan hej

Och den som inte halvan tar

Han heller inte halvan får

Helan går

(Jetzt trinken)

Sjung hopp faderallan lej

(Natürlich wird in dem Lied das Schnapstrinken besungen, nur falls Ihr Euch gefragt habt, worum es hier genau geht)

 

So, das waren unsere sieben hoffentlich unterhaltsamen Fakten zum Mittsommer-Fest unserer Freunde aus Schweden. Vielleicht seid Ihr ja gerade in Schweden zu Besuch oder wollt vielleicht sogar in hiesigen Gefilden Eure eigene Party zum Mittsommer schmeißen, dann habt Ihr jetzt auf jeden Fall allerfeinstes Trivialwissen für diverse Small-Talk-Runden an der Hand.

 

Ganz egal wo Ihr Euren Mittsommer feiert, Euer Blogteam von Lieferello wünscht Euch ein rauschendes Fest!

 
 
 
Fotos: Conny Fridh, Lena Granefelt

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