Vollkornbaguette

Aromatisches Vollkornbaguette aus gewürztem Teig mit Zitronenbutter

Mehr und mehr wende ich mich enttäuscht von jenen Bäckereien ab, die ihre Produkte lediglich lieblos aufbacken und nicht mehr in der eigenen Backstube kneten. Kein Problem, solange man ganz einfach großartiges Brot selbst backen kann! Für dieses aromatische Vollkornbaguette braucht es keinen großen Aufwand.

 

Für das Baguette habe ich folgende Zutaten verwendet. Wer mag, würzt den roten Teig zusätzlich mit Oregano oder Chili– im gelben machen sich Kreuzkümmel oder Koriander ebenfalls prima, ist aber nicht jedermanns Sache. Hier deshalb so etwas wie ein Grundrezept, das jeder nach eigenen Vorlieben beliebig erweitern kann! (Wie wäre es mit getrockneten Tomaten oder gehackten Oliven?) Das ist der Trick: Jeder hat selbst in der Hand, was in seinen Brotteig kommt!

 

Das braucht Ihr:

 

  • 250 g Vollkornmehl ( Dinkel- und / oder Weizenvollkornmehl)
  • 230g Magerquark
  • 60 ml Olivenöl
  • 1 Hühnerei
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Teelöffel Senf
  • 5 g Salz
  • Kurkuma und Paprika (edelsüß)
  • 1 Esslöffel Sesam

 

Auf geht’s:

 

  1. Zuerst das Mehl mit dem Backpulver vermengen
  2. Quark, Ei, Olivenöl und Salz dazugeben und zu einem glatten Teig kneten. Wer hat, nimmt seine Küchenmaschine, wer nicht, die Hände
  3. Teig anschließend in zwei gleiche Portionen teilen
  4. In die eine Hälfte das Tomatenmark und das Paprikagewürz einarbeiten, in die andere den Senf und das Kurkuma (Das Tomatenmark und das Paprikagewürz färben rot, das Kurkuma und der Senf den Teig gelb)
  5. Aus den zwei Portionen zwei lange Teigstränge auf bemehlter Arbeitsfläche rollen und diese zusammen zu einem Zopf flechten
  6. Das Brot vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit dem Sesam bestreuen und leicht andrücken
  7. Im Backofen bei 180 Grad Umluft ca. 35 Minuten backen

 

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Gut zu wissen:

Ich nutze den Quark-Öl-Teig inzwischen als Grundrezept für viele verschiedene Brote und Brötchen. Da keine Hefe sondern Backpulver zugegeben wird, muss der Teig nicht lange ruhen. Ich kann den Teig zudem einen Tag vorher vorbereiten, ihn im Kühlschrank aufbewahren und erst am nächsten Tag weiterverarbeiten. Das Brot ist für eine längere Zeit saftig und frisch! Friert man das Brot ein, kann man es im Ofen wieder aufbacken.

Durch den Quark enthält das Brot Eiweiß. Ich benutze lieber Magerquark, da dieser noch mehr Eiweiß enthält als Sahnequark. Der Sesam und das Olivenöl schenken dem Brot zudem wichtige Fette.

 

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Noch ein idealer Begleiter gefällig? Während das Brot seine Zeit im Ofen verbringt, könnt Ihr ihm noch rasch eine Schale Zitronenbutter an die Seite stellen. Schmeckt cool – Ihr braucht dafür nicht viel:

 

Zutaten:

  • 250g Butter
  • 1 Bio- Zitrone
  • 5 frische Zweige Thymian
  • 1 Prise Salz

 

So geht’s:

  • Zimmerwarme Butter in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät aufschlagen.
  • Die Zitrone auspressen und die Zitronenschale mit einer Reibe fein abreiben.
  • Achtet darauf, dass ihr eine unbehandelte Bio-Zitrone nehmt.
  • Saft und Schale anschließend unter die Butter heben.
  • Die Thymianzweige unter fließendem Wasser waschen.
  • Anschließend die Blättchen von den Stielen streifen.
  • Die Blättchen und das Salz ebenfalls unter die Butter mengen.
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Das war’s schon. Die Butter hat so viel Aroma, dass sie ohne weiteren Belag als Aufstrich auf dem Brot auskommt. Falls Ihr die Butter nicht direkt auf das ofenwarme Brot schmieren wollt, könnt Ihr sie im Kühlschrank lagern – optimal ist hierfür das Butterfach in der Kühlschranktür.

 

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Übrigens: Wer die Butter vegan möchte, benutzt einfach eine Margarine ohne tierische Zusätze.

 

Guten Appetit!

 

Eure Leni vom Lieferello-Blog-Team

 

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