Dictador Colombian Aged Gin – Exotisch lecker!

Jetzt kann aber auch mal der Frühling kommen oder?! Ich habe zumindest genug von dieser „Kälte“ und dem ewigen Schmuddel-Wetter. Naja, Wetter hin oder her eigentlich wollte ich euch von etwas ganz anderem berichten; Ich bin ja ein großer Freund von Neuem, fast Unentdecktem und so trieb es mich in eine wirklich nette, wahnsinnig gemütliche Bar und fast schon einstudiert, tippte ich mit meinem Finger zielsicher auf den Gin Tonic in der Karte.

„Lust auf watt Exotisches?“, fragte mich der Kellner. Etwas verdutzt nickte ich, fragte aber dann doch lieber nochmal nach, was nun der exotische Part ist.

Die Antwort liefere ich euch gerne selber. Colombian Gin, wie sein Name es nahelegt, aus der Andenrepublik Kolumbien. Wirklich bekannt ist Kolumbien für Gin nun nicht, da würde man viel eher auf Rum kommen, allerdings stammt das Chininwasser – Vorlage für den natürlichen Gegenpart des Gins, das Tonic Water – aus Südamerika und soll dort schon im 17. Jahrhundert von den spanischen Conquistadores getrunken worden sein, um Krankheiten vorzubeugen. Wer weiß ob sie damals nicht doch schon den Gin mit dazu gemischt haben. Tonic gegen die Krankheiten, Gin gegen die Schmerzen ;-).

Spaß bei Seite; einheimischen Gin hat man südlich des Panamakanals in der Tat nahezu vergeblich gesucht. Mittlerweile bietet der Hersteller Destilería Colombiana aus der Hafenstadt Cartagena de Indias neben seinem Rum der Marke Dictador allerdings nicht nur einen, sondern gleich zwei echt kolumbianische Gins an: den Colombian Aged Gin White und den Colombian Aged Gin Black – oder Ortodoxy und Treasure, wie sie in ihrer Heimat heißen. Neben der Herkunft und der geheimen Zusammenstellung der Botanicals ist ein weiteres einzigartiges Element des fünffach destillierten Colombian Gin ausschlaggebend. Alte Eichenfässer, die vorher zur Lagerung von Dictador Rum genutzt wurden, verleihen diesem Gin einen unverwechselbaren Geschmack. Die meisten Gin Sorten werden nach dem Brennvorgang direkt abgefüllt, der Dictador Aged Gin White hingegen lagert noch gute sechs Monate, ist damit aber auch jünger als der Treasure. Aber vor allem die südlichen Früchte wie Mango aber auch Mandarine geben eine angenehme Süße ab. Die prägnante, leichte Schärfe von Ingwer und Pfeffer zwingen einen letztendlich schon fast dazu diesen Gin pur oder eben als einfachen Longdrink mit Tonic Water zu trinken.

So ein exotischer Gin (nun verwende ich schon selber dieses Wort) machte mich dermaßen neugierig, dass ich mir nun selbst eine Flasche Dictador Aged Gin White gekauft habe. Nach dem ersten Gin Tonic, dachte ich mir, dass das Thomas Henry Spicy Ginger der perfekte Highball für den nächsten Drink wäre. Und ich behielt recht, gerade durch diese Schärfe kommen die pfeffrigen Noten noch mehr zur Geltung – was eigentlich auch kein Wunder ist, denn Thomas Henry Spicy Ginger gilt nicht umsonst als temperamentvollster London Buck aller Zeiten.

Noch ein Tipp für alle die es gerne etwas „softer“ mögen empfehle ich euch das argentinische Tonic Water von 1724 und etwas Limette (so war mein erster Drink in der Bar im übrigen auch).

Und tatsächlich merke ich so langsam, wie jegliche Krankheiten und der Schmerz des schlechten Wetters passé sind…

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