Ein Fett-Exot zieht ein, Kokosöl

Mit der Asiatischen Küche kann man mir immer wieder ein „es war super lecker“ entlocken. Wenn ich mich dabei aber an meine erste eigene Wok-Pfanne oder die selbst kreierte Pastasauce erinnere, dann war mein Wissen bezüglich Zutaten, Nährwerten und was es noch so alles gibt, wohl der größte Exot in der Küche. Dabei kann ein Gericht mit dem richtig gewählten Öl schon ein ganz anderes Geschmackserlebnis liefern. Ich nahm damals für so ziemlich jedes Gericht Olivenöl und über Alternativen wurde nur wenig spekuliert. Heute sieht das ganz anders aus. Nicht nur weil ich beruflich eine Synergie mit nahrhaftem Essen eingegangen bin, sondern auch, weil ich Vielfalt der verschiedenen Geschmacksrichtungen in meinen Gerichten nicht mehr missen möchte: So stieß ich auf Kokosöl!

 

Vivolio-Bio-Kokosoel-Nativ-200mlUm möglichst viel Neues auszuprobieren und Gerichte zu variieren, ist der Tunnelblick beim Einkaufen schon längst passé und so stöbere ich immer mal wieder in den Regalen und
entdecke neue Köstlichkeiten.

Ein ganz neuer Food-Trend ist das Kokosöl, welches sehr leicht verdaulich sein soll und eine ordentliche Portion an positiv konnotierten Eigenschaften mit sich bringt, die uns guttun können. So reguliert es beispielweise den Blutfettspiegel und wirkt antibakteriell.Dr-Goerg-Bio-Kokosoel-500ml

 

Ich hoffe, Ihr habt alle in Chemie gut aufgepasst? Nein, kleiner Spaß, aber lasst uns eine kurze Exkursion in die Welt der Fette machen, um zu verstehen, warum das Kokosöl eine solche Gesundheitsbombe zu sein scheint.

Alle Fette bestehen aus unterschiedlichen Fettsäuren, bei denen die Kettenlänge variiert. Kokosöl besteht zu einem großen Anteil aus sogenannten mittelkettigen Fettsäuren und hat zu 90% gesättigte Fettsäuren. Viele werden jetzt mit dem Zeigefinger böse in der Luft „rumfuchteln“, denn lange galten die gesättigten Fettsäuren als ungesund.

Der kleine, aber feine Unterschied, wie meine Mutter immer zu sagen pflegt, liegt bei den eingangs erwähnten mittelkettigen Fettsäuren, die sehr gut verdaulich sein sollen, da sie keine Unterstützung der Gallensäure benötigen. Hinzu kommt, dass sie sich gut in Wasser auflösen und so ohne große Umwege in unsere Blutbahn und die Leber gelangen, wo unser Körper sie direkt in Energie umwandelt, jedoch nicht in die bösen Fettpolster! Mittlerweile wurde dies sogar durch wissenschaftliche Studien und Analysen bestätigt. Das war aber noch nicht alles, denn die mittelkettigen Fettsäuren wirken scheinbar auch noch gegen Viren, Bakterien und Pilze und so findet das Kokosöl auch einen großen Anwendungsbereich in der Kosmetik. Ab 24°C wird aus der leicht festen Masse flüssiges Öl, welches sich ganz einfach auf die Haut oder das Haar auftragen lässt. Die Haut wird dabei schön samtig und das Haar wird angenehm seidig.

Naja, jetzt aber langsam mal zurück in die Küche!

In Sachen Geschmack, den herausragenden Eigenschaften und den vielen Möglichkeiten, Kokosöl in Gerichten nutzen zu können, punktet es auf jeden Fall. Beim Kauf ist es aber wichtig, auf die Qualität des Kokosöls zu achten. Hergestellt wird das exotische Öl aus getrocknetem Kokosnussfleisch, das danach entweder chemisch raffiniert und somit relativ geschmacks- und geruchsneutral oder kaltgepresst (nativ) wird, was in einer enorm hohen Qualität resultiert. Denn durch die schonende Gewinnung bleiben Geschmacksstoffe, Vitamine und die Fettsäuren erhalten. Dazu ist es kaltgepresst sehr hitzebeständig (Rauchpunkt ca. 200 Grad). Ich verwende im Übrigen nur noch kaltgepresste Öle, denn die Inhaltsstoffe gehen bei dem chemisch raffinierten Vorgang leider fast alle verloren.
In einer leckeren asiatischen Wok-Pfanne mit Gemüse und Hähnchenfleisch gefällt mir momentan das Kokosöl
am allerbesten. Aber auch ein Gerstengras-Smoothie wird durch Kokosöl unwahrscheinlich lecker und cremig.
Fast schon etwas traurig, muss ich sogar zugeben, dass nicht mal mehr das gute Stück Butter, welches für mich früher für einen perfekten Pfannkuchen unerlässlich war, dem Exoten noch standhalten kann.

 

Wirklich beeindruckend, was so eine Kokosnuss alles leistet, aber gerade deswegen ein „must-have“ in meiner Küche!

 

2 thoughts on “Ein Fett-Exot zieht ein, Kokosöl

  1. Hallo!
    Ich habe gerade Ihren Artikel gelesen und muss Ihnen ein Kompliment aussprechen.
    Ich finde es toll, dass Sie mit dem Gerücht, Kokosöl sei wegen seiner Vielzahl an gesättigter Fettsäuren ungesund, aufräumen und erklären, wieso sogar das Gegenteil der Fall ist.
    Ich selbst bin auch ein großer Kokosöl Fan und benutze es super gerne in der Küche zum Verfeinern meiner Speisen. Die Gerichte schmecken besonderer – ja sogar leckerer, als mit einem komplett geschmacksneutralen Öl.

    Liebe Grüße
    Jan

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