Hefeteig für alle Fälle!

Wenn meine Mutter früher einen Hefeteig gemacht hat, durften wir als Kinder nicht die Küche betreten, weil sie fest davon überzeugt war, dass eine offene Tür den Teig ruiniert. Es hat deshalb lange gedauert, bis ich mich selbst das erste Mal an dieses sensible Backtriebmittel heranwagte. Ich probierte Einiges aus und warf Rezepte über den Haufen, weil sie nicht funktionierten. Nach vielen, vielen Hefeteigen habe ich einen einfachen und auf jeden Fall gelingenden Weg gefunden, Hefeteig zuzubereiten. Mit Euch teile ich mein kleines Küchengeheimnis natürlich sehr gern.

 

 

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Was Ihr braucht:

 

 

Dieses Mal habe ich das Dinkelvollkornmehl von Bauck benutzt. Ihr könnt aber auch genauso gut ein helles und fein gemahlenes Weizenmehl benutzen. Außerdem arbeite ich gern mit dem Robusta Olivenöl von Bertolli, weil es sehr nach Oliven schmeckt und selbst im späteren Hefeteig stark durchkommt. Der Honig von Langnese bietet sich an, weil er sich dank der praktischen Drückflasche schnell zufügen lässt.

 

 

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So geht’s:

 

1.) Vorteig herstellen: Dazu warmes (!) Wasser (auf keinen Fall zu kaltes oder zu heißes Wasser nehmen, weil die Hefe sonst nicht geht) mit Olivenöl, Salz, Honig und Hefe mischen, umrühren und auf der Heizung gehen lassen, bis die Hefe an der Oberfläche Blasen wirft.

 

2.) In der Zwischenzeit das Mehl in eine große Schüssel sieben.

 

3.) Ist die Hefe gegangen, die Flüssigkeit in das Mehl lange und gründlich einkneten, bis sich ein geschmeidiger Teig geformt hat. Viele Rezepte schlagen mindestens 200ml mehr Flüssigkeit für 1kg Mehl vor. Meistens endet das Ganze mit einer vollkommen verdreckten Küche und einem viel zu klebrigen Teig, in den noch sehr viel Mehl zugefügt werden muss: 1kg Mehl und 500ml Flüssigkeit – diese Kombination hat sich bei mir voll und ganz bewährt.

 

4.) Den Teig so lange wie möglich zum Gehen auf die Heizung stellen. Weil es draußen noch kalt ist – kein Problem. Im Sommer einfach auf die Fensterbank stellen. Die Sonne kümmert sich dann darum. Liebe Mama, wenn der Teig seine Wärme bekommt, ist es unerheblich, ob die Küchentür offen oder geschlossen ist. Ihr könnt den Teig so lange gehen lassen, wie es Euch beliebt. Manchmal mache ich den Teig schon einen Tag vorher – alles kein Problem.

 

5.) Aus dem Teig das gewünschte Ergebnis vorformen: Focaccia, Brötchen, ganz egal. Aus diesem Teig habe ich Brötchen geformt und einfach Leinsamen und Sonnenblumenkörner mit in den Teig eingeknetet. Ihr könnt nehmen, was da ist: Zu empfehlen ist beispielsweise das gesamte Sortiment von Seeberger.

 

6.) Die Laibe bei 50 Grad noch einmal im Ofen gehen lassen. Nach ca. 10 Minuten könnt ihr dann den Ofen auf 200 Grad Umluft hochstellen und die Brötchen oder das Brot backen, bis es nach ca. 15-20 Minuten auf der Oberfläche leicht angebräunt ist. Brötchen rausnehmen und auf einem Rost auskühlen lassen.

 

 

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Dieses Rezept ist eine Grundlage für einen Hefeteig, auf dem ihr zubereiten könnt, wonach euch der Sinn steht. Superklasse ist dieser Hefeteig natürlich auch für Pizza!

 

Viel Geduld und gutes Gelingen wünscht Euch

 

Eure Leni

 

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