Salzblock_grillen

Ein Salzblock, ein Grill und mein Nachbar

Ich glaube, so viel wie dieses Jahr habe ich noch nie gegrillt, aber die Atmosphäre, der Geruch und natürlich das Essen liebe ich einfach so sehr beim Grillen, dass jeder sonnige Tag dafür ausgenutzt werden muss.

Um mir das Geschleppe und ständige Einkaufen zu ersparen, bestelle ich online immer direkt einen ganzen Vorrat an Grillkohle. Bei der letzten Bestellung entdeckte ich dann noch etwas ganz Außergewöhnliches, was mich aber dermaßen faszinierte, dass ich meine Kohle glatt vergessen habe zu kaufen. So etwas ist mir auch noch nie passiert!

 

Ich will es nun nicht so spannend machen, die Rede ist von einem Persischen Salzblock.

Wie das Grillen damit funktioniert und was man dabei beachten muss erzähle ich Euch jetzt!

 

Wie eben schon angedeutet, eignet sich ein Persischer Salzblock hervorragend zum Grillen und Braten von Fisch, Fleisch, Gemüse und Meeresfrüchten. Die Verwendung ist denkbar einfach, denn der Block kommt auf das Grillrost und sobald die Glut sich auf ca. 280° Grad erhitzt hat, kann das Gebrutzel auch schon los gehen. Aber Achtung! Wer nun denkt die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben und den Block direkt in die Glut legen möchte, um das Erhitzen zu beschleunigten, dem sei gesagt: Nein, dadurch verunreinigt Ihr ihn und ggf. sammeln sich giftige Stoffe! Also immer schön AUF das Grillrost legen und nicht darunter ;-).

 

Als ich meinen Persischen Salzblock auf den Grill gepackt habe und das gespannte Warten bei einem leckeren Hugo los ging, überlegte ich, wie zum Teufel ich feststellen soll, wann denn nun die 280° Grad erreicht sind. Mit dem Finger anfassen, dass mache ich ganz sicher nicht! Mein Nachbar (ein Experte auf diesem Gebiet) gab mir den Tipp, dass die Temperatur erreicht ist, wenn Wassertropfen auf dem Salzblock anfangen zu zischen und in Wasserdampf übergehen.

 

Nach gut 15 Minuten sah man deutlich, wie der Block sich von rosa-weiß in ein weiß leicht schimmernd verfärbt hatte und im gleichen Augenblick verdampften auch die Wassertropfen! Jetzt konnte es endlich losgehen!

 

Was aber nun grillen? Ein Vorteil des Persischen Salzblocks ist, dass sich das natürliche Aroma durch die spezielle Gar- und Würztechnik intensiviert, zudem bleiben Fisch und Fleisch schön saftig, nehmen aber gleichzeitig noch die wichtigen Spurenelemente wie Calcium, Magnesium und Kalium mit auf, welche im Persischen Salz enthalten sind.

 

Da ich an diesem Tag so einen großen Hunger verspürte, war für mich schnell klar, dass ich mit einem leckeren Steak anfangen wollte. Um noch etwas experimentieren zu können, kaufte ich sogar zwei Steaks, wovon ich eins direkt auf den Persischen Salzblock legte und eins vorher noch selbst etwas würzte und marinierte. Gespannt wie ein Flitzebogen über das Geschmackserlebnis, grillte ich also vor mich hin.

Wirklich super finde ich auch, dass man sehr fettarm grillt, da wir kein Öl benötigen.

Nun aber zurück zu den Steaks!

Bis die beiden Steaks fertig waren, verging etwa dieselbe Zeit, wie beim „normalen“ Grillen.

 

Das ungewürzte Steak schmeckte sehr saftig, mir fehlte aber deutlich die Würze. Dafür war das vorher marinierte Steak ein Geschmackserlebnis und es entstand direkt wieder das bekannte kulinarische Aha-Erlebnis! Mir fiel außerdem auf, dass ein gleichmäßiger Salzgeschmack vorzufinden war und nicht wie sonst mal mehr, mal weniger Salz auf dem Steak landete. Klasse!

Um mein Kocherlebnis noch abzurunden, steckte ich noch Zucchinischeiben, Cocktailtomaten und Zwiebeln auf einem Holzspieß zusammen. Hier würzte ich lediglich mit etwas Rosmarin und Paprikapulver, was aber auch genau die richtige Entscheidung war. Nun war ich aber auch pappen satt, die zwei Steaks und die super knackigen, frisch gegrillten Gemüsespieße teilte ich mir mit meinen Nachbarn als kleines Dankeschön für den genialen Tipp.

 

Nachdem wir alles verzehrt hatten und meine Nachbarn sich wieder in ihren Teil des Gartens zurückgezogen hatten, blieb mir nur noch der Abwasch.

 

Das war aber halb so schlimm! Es reichte lediglich aus, mit einem feuchten Schwamm ohne Spülmittel den Persischen Salzblock abzuwischen. Bitte den Block nicht unter fließendes Wasser halten oder gar in die Spülmaschine stecken!

 

Ach und eine Sache finde ich noch unwahrscheinlich toll: Man braucht keine Alufolie und Grill-Aluschalen für Gemüse und Co., was nicht nur unserer Umwelt zugute kommt, sondern auch unserer Gesundheit. Häufig legen wir Gemüse und Fisch eingewickelt in Alufolie auf den Grill. Aber besonders säure- und salzhaltige Lebensmittel können dazu beitragen, dass sich Teile der Folie auflösen und von den Lebensmitteln aufgenommen werden.

 

Mein Fazit:

Für Genuss-Griller ist der Persische Salzblock ein Muss.

 

Probiert es doch einmal aus und schreibt mir Eure Erfahrungen.

Ich freue mich drauf!

 

Eure Franzi vom Lieferello Blog Team.

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