Fasten als Methode zum Abnehmen und Reinigen

Das Prinzip des Fastens gestaltet sich auf den ersten Blick denkbar einfach: In einem selbst festgelegten Zeitraum isst man „normal“, die übrige Zeit fastet man, wodurch der Körper entgiften und entschlacken soll und natürlich die Gewichtsabnahme gefördert wird: Ist Fasten also ganz einfach?

Zur Veranschaulichung dieses Prinzips an dieser Stelle drei beispielhafte Abläufe:

5:2 = 5 Tage pro Woche „normal“ essen und 2 Tage pro Woche weniger als 500kcal zu sich nehmen

8:16 = 8 Stunden am Tag „normal“ essen und 16 Stunden am Tag komplett fasten

Fastenkur = mehrere Tage oder Wochen am Stück fasten

Bei einer Fastenkur wird der menschliche Körper nachweislich am effektivsten von Schadstoffen befreit und gereinigt. Hierbei ist jedoch unbedingt (!) zu bedenken, dass ein solches Unterfangen im Vorfeld mit dem Hausarzt besprochen und von diesem abgesegnet werden muss, insbesondere wenn man auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist.

Die Vorteile des Fastens liegen in den einfachen Prinzipien, denn die Auswahl der Lebensmittel, die Art der Mahlzeiten und der Lebensstil im Allgemeinen müssen hierfür nicht zwangsläufig verändert werden, man spricht hier lediglich von einer temporären Anpassung. Durch die längeren Pausen zwischen den einzelnen Kalorienzufuhren kann der Körper im Regelfall effizient Fett verbrennen, da hier kein Insulin ausgeschüttet wird. Bei einer längeren Fastenzeit kann verhältnismäßig schnell reduziert werden, wobei hier ganz klar mittel- bis langfristig gedacht werden muss, da nach dem Fasten das Gewicht durchaus wieder in die Höhe schnellen kann.

Doch wie fast schon zu erwarten war, birgt auch das Fasten diverse Nachteile, die an dieser Stelle nicht ignoriert werden dürfen. So ist die Gefahr von Heißhungerattacken in den jeweiligen Essphasen relativ hoch, wodurch die eingesparten Kalorien relativ zügig wieder aufgeholt werden. Selbstverständlich passt sich der Körper auch an die Intervalle des Fastens an: So läuft der Stoffwechsel während der Fastenphase im Regelfall nur auf „Sparflamme“ und verbraucht somit deutlich weniger Kalorien als in den „normalen“ Phasen, wo die Energie wieder vom Körper gespeichert wird, dies kann durchaus zu einer Art Jojo-Effekt führen. Außerdem muss bedacht werden, dass eine zeitlich schnelle Gewichtsreduktion häufig darauf beruht, dass die Energie zunächst in Form von Wasser und Muskeln aus dem Körper weicht, was unter anderem einer der Gründe für die vorherige ärztliche Untersuchung ist, die an dieser Stelle nicht oft genug betont werden kann. Darüber hinaus ist es wichtig, sich des Mangels an Nährstoffen bewusst zu sein, der durch eine längere Phase ohne jegliche Kalorienzufuhr entstehen kann.

Zusammenfassend lässt sich über das Fasten und seine verschiedenen Facetten sagen, dass es sich hierbei um keine Art der Ernährungsumstellung handelt, wie sie sich auf langfristige Sicht eignet. Die Wahrscheinlichkeit des Jojo-Effekts kann durchaus sehr hoch sein und auch das „gereinigte“ Körpergefühl (diejenigen unter Euch, die schon mal gefastet haben, wissen wovon ich spreche) lässt nach dem Fasten leider verhältnismäßig schnell wieder nach. Vielmehr ist das Fasten aus meiner Sicht eher eine schöne Methode, um sich der Selbstkontrolle über den eigenen Körper bewusst zu werden und sich in diesem Zuge auf lange Sicht wieder etwas bewusster zu ernähren, nachdem man sich durch eine längere Phase des Fastens selbst beweisen konnte, dass man durchaus dazu in der Lage ist, seine Ernährung nach dem eigenen Willen umzustellen und anzupassen.

Falls auch Ihr noch mehr über die verschiedenen Möglichkeiten des Fastens erfahren möchtet oder vielleicht sogar gerade selbst überlegt, demnächst für eine gewisse Zeit zu fasten, stehe ich Euch gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Eure Franzi

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