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Nudeln & Pasta – Eine Liebeserklärung

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Die erste bewusste Erinnerung meines Lebens, die mit Essen zu tun hat, werde ich bis heute nicht mehr los: Ich weiß noch ganz genau, dass ich in die Küche meiner Großeltern kam, mich an den Tisch setzte und meine Oma mir sagte, sie habe wenig Zeit zum Kochen gehabt, deshalb gäbe es Nudeln mit Tomatensauce. Wie es als Kind so ist, war mir das völlig egal, ich wollte einfach nur essen und war sowieso ziemlich leicht zufriedenzustellen. Dann brachte mir Oma den Teller mit den wuseligen Spaghetti und der knallroten Sauce und es war quasi Liebe auf den ersten Biss. Bis zum heutigen Tage (und wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, müsste die erinnerte Begebenheit ca. 27 Jahre zurückliegen) und garantiert noch weit darüber hinaus kann ich, ohne auch nur eine Sekunde nachdenken zu müssen, voller Inbrunst sagen: Nudeln, ich liebe euch!

Wie schön ist es doch bitte, eine so simple Grundzutat zu haben, aus der man gefühlt jedes Gericht dieses Universums zaubern kann?! Wer erinnert sich nicht an die studivz-Gruppe „Nudeln machen ist auch kochen“?! Ja, selbstverständlich ist es das! Natürlich ist es einfach und schnell aber hey, was kann die Nudel dafür, dass sie so entspannt zuzubereiten ist und sich einfach mit fast allen Saucen, Gemüsen, Gewürzen und Fleischsorten kombinieren lässt? Und darüber hinaus werfe ich mal die Frage in den Raum: Wer von Euch schafft es denn wirklich, Nudeln perfekt al dente werden zu lassen und sie weder zu weich noch zu hart zu kochen?! Nudelgerichte können, mit der nötigen Liebe zubereitet, eine ganz eigene Kunst für sich sein. Sie können aber auch, sollte die Zeit mal wirklich drängen, innerhalb von 10 Minuten angefertigt werden und wer unter Euch möchte mir bitte weismachen, dass ihn oder sie Nudeln mit Tomatensauce und ein paar leckeren Gewürzen nicht glücklich machen?!

 

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Nun werden die spitzfindigen Leser unter Euch sicherlich festgestellt haben, dass ich die ganze Zeit von Nudeln schreibe. Warum steht dann in der Überschrift „Nudeln & Pasta“? Und sind Nudeln nicht auch gleich Pasta? Damit auch Ihr Eure Kenntnisse über mein absolutes Lieblingslebensmittel ein wenig aufpolieren und zusätzlich noch auf der nächsten Party mit bestechendem Trivialwissen glänzen könnt, im Folgenden nun einige interessante Fakten über Nudeln und Pasta:

  • Alle Pasta sind Nudeln aber nicht alle Nudeln sind Pasta: Pasta, im eigentlichen Sinne, bestehen zu 100% aus Hartweizengrieß. Werden Eier zugesetzt, handelt es sich, wenn man es genau nimmt, nicht mehr um Pasta, dafür aber immer noch um Nudeln. Na, wer da nicht durcheinander kommt.
  • Farbige Nudeln werden traditionell aus Tomaten und Spinat gefärbt. Mischt man gefärbte und ungefärbte Nudeln miteinander, nennt man es „Pasta Tricolore“.
  • Kulturgeschichtlich sind verzehrgeeignete Nudeln bereits seit ca. 200 v.Chr. bekannt, der Forschung nach wurden die ersten Varianten in China zubereitet.
  • Der Begriff „Pasta“ stammt vom griechischen Wort „paste“, was ein Gerstengericht in grützenartiger Konsistenz bezeichnet.
  • Das weltweit einzige Pasta-Museum, das Museo Nazionale delle Paste Alimentari, befindet sich in Rom und wurde 1992 eröffnet.

Nun habe ich Euch aber genug meines Wissens über Pasta zukommen lassen. Und keine Angst, auch ich musste mir den Großteil dieser Fun Facts anlesen. Was ich aber jedoch auch ohne groß nachlesen zu müssen weiß, ist die Tatsache, dass ich kein anderes Lebensmittel so häufig in meinem Leben gegessen habe wie Nudeln und es auch absolut nicht bereue. Ob es die bereits angesprochenen Spaghetti mit Tomatensauce von meiner Oma, Makkaroni mit Pesto, Spirli mit Butter und Zucker oder jede erdenkliche Art von Nudelaufläufen waren: Geschmeckt hat es wirklich immer und ich bin ein großer Freund der Tatsache, dass mich Nudeln mit ihren unendlichen Anwendungsmöglichkeiten immer wieder auf ein Neues überraschen können.

Diese Liebeserklärung an Nudeln und Pasta musste einfach mal raus. Ich hoffe, Ihr könnt meine Gefühle für dieses Lebensmittel vielleicht ein bisschen nachvollziehen. Und wenn nicht, habe ich Euch ja vielleicht zumindest ein wenig Appetit gemacht. Schließen möchte ich meinen kleinen Essay mit dem Zitat eines guten Freundes, der den Teigwaren aus Hartweizengrieß (und Eiern) ebenfalls sehr zugetan ist: „Ich mag Nudeln. Denn man kann sie mit Käse überbacken. Was für ein Mensch muss man sein um etwas nicht zu mögen, das man mit Käse überbacken kann?!“

In diesem Sinne:

Guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren.

Euer Torben

 

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