Nudeln sind nicht gleich Nudeln…

…kaum etwas scheint in der Zubereitung einfacher. Dennoch gibt es einige Dinge, die man beim Thema Nudeln unbedingt beachten sollte.

 

 

Das Wichtigste ist natürlich die Auswahl der richtigen Pasta. Ich dachte immer, dass es kaum einen Unterschied gibt und diese sich höchstens ihrer Form nach unterscheiden. Schließlich enthalten Nudeln meist nicht mehr als Hartweizengrieß und Wasser – doch weit gefehlt.

 

 

Manche Nudel neigt dazu, nach dem Kochen weich zu werden und den Kopf hängen zu lassen. Ich verwende deshalb am liebsten Nudeln von Barilla oder De Cecco. Beide Hersteller produzieren ihre Kreationen in Italien und bieten gute Qualität zu einem anständigen Preis. Von De Cecco weiß ich, dass sie den Weizengrieß während der Zubereitung ausschließlich mit kaltem Wasser aus der firmeneigenen Quelle vermengen. Auf diese Weise bekommen die Nudeln eine bessere Konsistenz; die Nudeln haben eine gröbere Struktur und eine raue Oberfläche.

Nudeln kocht man mit Wasser – so weit so klar. Dennoch solltet ihr darauf achten, dass der verwendete Topf groß genug ist, um ein Verkleben in einem zu kleinen Behältnis zu verhindern. Deswegen die Devise: Den Topf lieber eine Nummer zu groß als zu klein wählen. Auch bei der Menge des Wassers solltet ihr nicht zu sparsam sein.

 

 

Sobald das Wasser sprudelt, könnt ihr es salzen. Eine optimale Salzmenge ist schwer zu nennen, weil diese ja immer davon abhängt, wie viel Wasser ihr verwendet. Man kann sich aber ungefähr merken, dass zehn Gramm für einen Liter Wasser ausreichen. Ein einfacher Trick für jeden, der nicht erst umständlich das Wasser abmessen und dann das Salz abzuwiegen möchte: das Wasser einfach abschmecken. So kann man am besten herausfinden, ob es zu salzig ist oder noch eine Prise vertragen kann. Ihr müsst nicht zum absoluten High-End-Fleur de Sal greifen, dennoch habe ich es bisher als angenehm empfunden, nicht das preisgünstigste Produkt zu verwenden. Ein richtig gutes und dabei nicht zu teures Salz kommt beispielsweise aus Frankreich: La Baleine, die Firma mit dem Walfisch im Logo, bietet unterschiedliche Salze von großartiger Qualität. Ist das Wasser angenehm salzig, wird es Zeit für die Nudeln. Falls es Spaghetti geben soll, kann jeder, der schon einmal ein Mikadospiel ausgeworfen hat, seine Fingerfertigkeit nun auch an den Nudeln versuchen: Mit dieser Auswurftechnik kommt die ganze Nudel rasch mit dem Wasser in Berührung.

Im Wasser geben die Nudeln Stärke ab. Es kann also sein, dass das Wasser zum Überkochen neigt. Du kannst die Hitze deshalb ein wenig reduzieren, solltest aber immer darauf achten, dass das Wasser beständig kocht. Übrigens: Das Nudelwasser, das so behäbig vor sich hinblubbert, ist wahres Gold für jede Sauce. Ihr könnt hin und wieder etwas von dem Nudelwasser in eure Sauce schöpfen. Die Stärke sorgt für Konsistenz, das Salz für zusätzliche Würze.

 

 

Um ein Festkleben der Nudeln am Topfboden zu verhindern, solltet ihr alle paar Minuten rühren. Das führt zu der wahrscheinlich wichtigsten Frage: Wie lange müssen die Nudeln eigentlich im Wasser bleiben? Auf der Packung steht dazu meist eine Angabe, die zwischen 7 und 9 Minuten liegt. Es gibt viele „Tipps“, die einem verraten sollen, ob eine Nudel gar ist: Meine Mutter beispielsweise hat die Spaghetti immer gegen die Küchenfliesen geworfen: Blieb die Nudel kleben, war sie „fertig“. Ich habe einen Trick, der euch viel Nudeln 1besser sagt, wann es Zeit wird, das Wasser abzugießen: Wieder einfach probieren! Nudel aus dem Topf angeln und mit den eigenen Zähnen bestimmen, ob ihr zufrieden seid. Eine Nudel ist al dente gekocht, wenn sie außen schon weich, innen aber noch ein wenig bissfest ist.

Zum Abgießen habe ich früher immer das bewährte Nudelsieb verwendet. Inzwischen gibt es aber etwas viel praktischeres: Sogenannte Nudelabgießer werden einfach vor den Topf gehalten, um das Wasser ablaufen zu lassen.

Vor allem in Kombination mit Pesto oder Sauce zeigen die von mir favorisierten Nudeln von Barilla oder De Cecco jetzt ihre Stärke: Meistens bereite ich meine Nudelsaucen parallel in einer großen Pfanne zu. Sobald ich nun die Nudeln fertig gekocht habe und auch die Sauce quasi servierfertig wäre, schmeiße ich die Nudeln einfach zu der Sauce in die Pfanne. Die Nudeln können die Sauce so viel besser aufnehmen. Je rauer die Oberfläche der Nudel, umso besser. Nach ein bis zwei Minuten sind die Nudeln servierfertig.
Ein Tipp zum Schluss: Wer gern die ultimative Nudel probieren möchte, muss unbedingt die Pasta von Cipriani probieren. Ich habe mir diese Nudeln vor kurzem einfach mal gegönnt und war hin und weg. Cipriani ist keine Pasta für den Alltag, für Nudelgerichte zu besonderen Anlässe aber kaum schlagbar.

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