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Rübenmus – Auch vegetarisch ein zeitloser Klassiker

Seht mal, was ich mir am Wochenende vom Markt mitgebracht habe! Einen Korb mit allerlei herbstlichem Gemüse: Möhren, Kartoffeln, Petersilie und eine Steckrübe. Was man aus einer Rübe kochen kann?! Auf Anhieb fällt mir da „nur“ Rübenmus ein, sicher eines der leckersten und einfachsten Gerichte, die man aus der Steckrübe kochen kann. Also, gar nicht lange überlegt sondern ab mit dem Gemüse in die Küche!

 

 

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Rübenmus ist ein Gericht, das man eigentlich niemals nur für sich allein zubereitet. Dementsprechend hab ich in meiner Rezept-Variation die ganze Rübe gekocht, aufgegessen wird dieser zeitlose Klassiker der Hausmannskost sowieso immer. Wenn man zu viel gekocht hat, lässt sich Rübenmus problemlos einfrieren. Noch besser ist es natürlich, seine Freunde einzuladen und gemeinsam dieses typisch norddeutsche Herbstgericht zu essen. Dass Rübenmus nur schmeckt, wenn man Fleisch und Kochwurst direkt mit dem Gemüse zusammenkocht, ist Blödsinn. Gutes, marktfrisches Gemüse hat genug Eigengeschmack. Weil man unter seinen Gästen immer jemanden hat, der kein Fleisch isst, koche ich mein Rübenmus immer vegetarisch. Bei Bedarf kann man Kochwurst oder Kasseler ja separat zubereiten und dazu reichen.

 

Das braucht ihr:

  • Eine Steckrübe
  • 700g festkochende Kartoffeln
  • Drei große Möhren
  • Ein Bund Frühlingszwiebeln
  • 100ml Löwensenf
  • 50g Butter
  • 1l Jürgen Langbein Gemüsefond
  • Petersilie

 

1.) Zuerst die Kartoffeln, die Möhren und die Rübe schälen und kleinschneiden. Alles in einen großen Topf geben und mit dem Gemüsefond aufgießen. Mit Wasser auffüllen bis das Gemüse von der Flüssigkeit bedeckt ist. Alles zum Kochen bringen und für ca. 25 Minuten gar kochen.
2.) In der Zwischenzeit in einer Pfanne die Frühlingszwiebeln mit der Butter anbraten und anschließend beiseite stellen.
3.) Ist das Gemüse gar gekocht, die Flüssigkeit abgießen, aber in einem Messbecher auffangen. Mit einem Pürierstab (analog) alles zu einem Mus verdrücken. Dabei immer wieder von der abgefangenen Brühe und 50ml des Löwensenfs hinzugeben, bis die Konsistenz gefällt. Der Senf sorgt für zusätzlichen Geschmack und eine leichte Schärfe. Mit reichlich Salz und Pfeffer würzen.
4.) Vor dem Servieren die Frühlingszwiebeln mitsamt der Butter in den Topf geben und unter das Mus heben.
5.) Mit Senf, Petersilie und bei Bedarf mit Kochwurst servieren.

 

 

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In diesem Rezept gibt es gleich drei tolle Kniffe:
Erstens: Das Mus hat dank des Fonds vollen Geschmack.
Zweitens: Der direkt in das Mus zugefügte Düsseldorfer Löwensenf sorgt für zusätzliche Würze.
Drittens: Die Frühlingszwiebeln mit der Butter sind ein zusätzliches Highlight, das sich auch super in Kartoffel- oder Kürbispüree macht.

Nach dem deftigen Essen empfehle ich zum Aperitif einen Gammel Dansk. Ein toller Magenbitter aus Dänemark, der mit seiner Kümmelnote dem Essen einen aromatischen Abschluss gibt.

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